Musik­gesellschaft Harmonie Lichtensteig

feel the music

Unser nächster Auftritt

31. Dez 

Öku­me­nische Sil­vester­feier 

17.00 Uhr

Evang. Kirche

1951 stand ganz im Zeichen der Jubiläums-Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der «Harmonie» Lichtensteig. Am 9. Juli 1951 fei­erte ganz Lichtensteig das grosse Jubiläum ih­rer Musikgesellschaft. Auf dem «Goldenen Bo­den» wurde ein Festspiel aufgeführt. Traugott Stauss hatte das Spiel mit dem Titel «50 Jahre Musikgesellschaft Harmonie Lichtensteig» ge­schrieben und inszeniert. In 15 Bildern wurde die Vereinsgeschichte nochmals aufgerollt. Den Schlusspunkt des Festaktes bestritt die «Harmonie» mit dem schwierigen Tongemälde «Titanic» von Stephan Jäggi. Eine besondere Attraktion war der Auftritt der Harmoniemu­sik Rüti-Tann am Sonntag. Unter Engelbert Kreml waren von diesem bekannten Spitzen-Blasorchester Transkriptionen grosser Werke zu hören.

Der bekannte Musikdirektor Engelbert Kreml forderte die Lichtensteiger Musikanten aufs Äusserste.
Ambitionierter Dirigent

Die Lichtensteiger hatten schon mehrmals Di­rigenten angestellt, die weit herum für ihre fachlichen Fähigkeiten bekannt waren. Im April 1952 trat Hans Müller nach neunjähriger Tätig­keit zurück. An seine Stelle trat ein Musikdirektor der hohen Schule, Engelbert Kreml. Der sehr gestrenge Maestro verlangte nicht nur dis­ziplinarisch viel von seinen Musikanten, er for­derte sie auch musikalisch aufs Äusserste. Kreml leitete damals nebst Rüti-Tann auch die Feldmusik Jona, die «Harmonie» Wetzikon und daneben die «Harmonie» Lichtensteig. Dass ein derart ehrgeiziger Chef Ambitionen hat, liegt auf der Hand. Nach dem Eidgenössischen Musikfest 1957 in Zürich, das für die Lichtensteiger zwar ein Erfolg war, aber keine vorzüg­lichen Noten brachte, war klar, dass Kreml nicht im Toggenburg zu halten war. 1958 wur­de Engelbert Kreml zum Dirigenten der Stadt­musik Zürich gewählt

Festspiel zum Jubiläum von Traugott Stauss.
Chance für Einheimischen

Der Wegzug Engelbert Kremls wurde aber nicht lange beweint, denn das langjährige Mit­glied der «Harmonie», August Forrer, war für die grosse Aufgabe bestens gerüstet. August Forrer war seit 1929 Aktivmitglied und hatte verschiedene Chargen im Vereinsvorstand, wie die des Präsidenten von 1942-44, belegt. Seit 1942 war Forrer Vizedirigent und kannte die Strukturen des Vereins somit bestens. Die Mit­glieder der «Harmonie» fanden den Zeitpunkt richtig, einen Wechsel in der Ausrichtung vor­zunehmen und einem Einheimischen eine Chance zu geben. Somit brach die lange Ära der weit herum bekannten Musikdirektoren scheinbar ab.

Eines der beliebten Quartierständchen.
Beginn erfolgreicher Ära

Schon am 3. Januar 1959, noch als Vize­dirigent, bewies August Forrer am Neujahrs­konzert im «Kronen»-Saal, dass seine Fähigkei­ten als Dirigent das Vertrauen aller Mitglieder verdiente. Auch die Unterstützung der Bevöl­kerung zeigte sich im grossen Publikumserfolg. Effektvolle und für das Jahr 1959 sehr moder­ne Musik, wie der «Säbeltanz» von Khatchaturjan, brachte auch ein sehr positives Echo in der Presse. An der Hauptversammlung im Februar 1959 wurde August Forrer einstimmig zum Di­rigenten gewählt, ein Schritt, der den Beginn einer langen und erfolgreichen Ära einläutete.


1951 Grosses Fest 50 Jahre «Harmonie» mit Festspiel von Traugott Stauss   ♦ 1952 Musikdirektor Engelbert Kreml übernimmt die musikalische Leitung   ♦ 1957 Eidgenössisches Musikfest in Zürich mit mässigem Erfolg   ♦ 1959 August Forrer beginnt seine erfolgreiche Tätigkeit als Dirigent


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