Musik­gesellschaft Harmonie Lichtensteig

feel the music

Unser nächster Auftritt

31. Dez 

Öku­me­nische Sil­vester­feier 

17.00 Uhr

Evang. Kirche

Das Jahr 1961 begann mit einem erfolgrei­chen Neujahrskonzert im «Kronen»-Saal. Unter der Leitung von August Forrer leistete die Harmonie Aussergewöhnliches, allein schon die Zunahme der Mitgliederzahl beweise dies, wur­de berichtet. «Wenn es so weitergeht, muss an der «Kronen»-Saal-Bühne angebaut werden», schrieb ein Berichterstatter.

August Forrer präsidiert seine «Harmonie» am Eidgenössischen Musikfest in Aarau (1966).
Musik im Mittelpunkt

Dass ein ehemaliger Solotrompeter des Phil­harmonischen Orchesters Berlin, der seit 1944 Solotrompeter des Tonhalleorchesters Zürich war, mit einem Blasmusikverein auf dem Land solistisch auftritt, wäre auch heute eine grosse Sensation. Fridolin Frei, der noch bis in die Neunzigerjahre Trompetenlehrer der Musikakademie Zürich war, spielte 1963 am Neujahrs­konzert im «Kronen»-Saal virtuose Eigenkom­positionen, begleitet durch die «Harmonie». Das Konzert fand weit herum Beachtung, aber nicht nur wegen des berühmten Solisten, son­dern da es den Lichtensteigern gelang, mit Blasmusik ein wirklich musikinteressiertes Publi­kum in den Bann zu ziehen. Als einer der wenigen Blasmusikvereine behauptete sich die «Harmonie» Lichtensteig mit Konzertabenden, bei denen das Publikum wegen der Musik und nicht wegen eines nachfolgenden Lustspiels anwesend war. Dies bewirkte aber auch, dass die «Harmonie» im Gegensatz zu anderen Blasmusikvereinen von Musikkritikern ernst ge­nommen wurde und, gerade wegen ihren gu­ten Leistungen, das Fehlen wertvoller Originalkompositionen in ihren Programmen bemän­gelt wurde. Dies führte zu einer monatelangen Auseinandersetzung in der Lokalpresse. Ob die Kritik auch positive Folgen hatte, weiss nie­mand so genau, in den folgenden Neujahrs­konzerten kamen aber vermehrt Originalwerke von Paul Huber, Albert Benz und Jean Dätwyler zur Aufführung.

Die schnittigen Uniformen im Stil der Chicagoer Polizei wurden 1967 vorgestellt.
Das Städtli feiert

Wer sich noch an die alte «Badi» erinnern kann, weiss wie stark Wunsch und Bedürfnis nach einer zeitgemässen Anlage waren. Um ei­nen Teil der direkten Eigenleistung für einen Neubau durch die Bevölkerung zu erbringen, wurde 1965 ein «Städtlifest» organisiert. Am 19. und 20. Juni erlebte Lichtensteig einen überwältigenden Besucherstrom, der Gassen und Plätze des historischen Kerns überquellen liess. Die «Harmonie» hatte vielfältige Aufga­ben zu erfüllen. Konzerte an beiden Tagen und verschiedene Marschaufzüge beanspruchten die Musikanten sehr. Sie hatten einen wichti­gen Beitrag zum grossen Festerfolg geleistet.

Der langjährige Fähnrich Max Huber.
Überwältigender Erfolg

Dass die «Harmonie» Lichtensteig auf der richtigen Linie lag, zeigte sie am Eidgenössi­schen Musikfest in Aarau 1966. Mit ihrem Selbstwahlstück «Legende für Blasmusik» von Paul Huber erhielten die Lichtensteiger in der zweiten Stärkeklasse das höchste Prädikat «vorzüglich». Auch in der Marschmusik erhiel­ten sie diese Höchstnote. Voller Stolz wurden die 41 Blechbläser, Schlagzeuger und ihr erfolgreicher Dirigent August Forrer im Städtli empfangen. Dieser Erfolg war eine gute Basis, um einen lange gehegten Wunsch nach einer modernen, schnittigen Uniform Realität wer­den zu lassen. 1967 wurden die Musikanten im Stil der Chicagoer Polizei neu eingekleidet.


1961 Neujahrskonzert im «Kronen»-Saal   ♦ 1963 Fridolin Frei (Tonhalle Zürich) als Solist   ♦ 1965 Mitwirkung am grossen «Städtlifest»   ♦ 1966 Eidgenössisches Musikfest in Aarau mit Höchstnoten in der 2. Klasse   ♦ 1967 Neue Uniform im Stil der Chicagoer Polizei


Wir danken unseren Partnern