Musik­gesellschaft Harmonie Lichtensteig

feel the music

Unser nächster Auftritt

31. Dez 

Öku­me­nische Sil­vester­feier 

17.00 Uhr

Evang. Kirche

1971 war ein sehr bewegtes Jahr mit mehre­ren grossen Anlässen, die alle Mitglieder der «Harmonie» sowohl musikalisch als auch orga­nisatorisch stark forderten: Die zweite Fahnen­weihe in der Vereinsgeschichte und das Eid­genössische Musikfest in Luzern. Die Vorberei­tungen zum «Eidgenössischen» beanspruch­ten die Musikanten über das ganze Frühjahr zwei- bis viermal wöchentlich, da der Dirigent und seine Mitstreiter gewillt waren, für diesen Blasmusikwettbewerb alles zu geben.

Josef Sieber dirigiert an der Fahnenweihe.
Fahnenpaten Maria Huber und Josef Dicht.
Die zweite Vereinsfahne

Am 5. Juni 1971 wurde auf dem «Goldenen Boden» in einer schlichten aber würdigen Feier die zweite Vereinsfahne geweiht. Die «Harmo­nie» Ebnat-Kappel untermalte den Festakt als Patensektion und der Männerchor Lichten­steig, geleitet von Josef Sieber, wirkte im festli­chen Konzert mit, das anschliessend im «Kronen»-Saal über die Bühne ging. Zwei Persön­lichkeiten aus Lichtensteig standen dem Ver­einsbanner Pate: Maria Huber-Thalmann als «Fahnengotte» und Josef Dicht als «Fahnengötti». Der langjährige Fähnrich Max Huber senior nahm das Banner voller Stolz entgegen und war viele Jahre im Café Huber sichtbar verwahrt.

Die Eidgenössisches Musikfest in Biel (1976).
Mit Goldlorbeer bekränzt

Schon zwei Wochen nach ihrer Weihe sollte der neuen Fahne grosse Ehre zu Teil werden, sie bekam einen Kranz mit Goldlorbeer. Das Eid­genössische Musikfest in Luzern wurde zu ei­nem grossartigen Erfolgserlebnis für Dirigent, Musikanten und indirekt für die ganze Bevöl­kerung von Lichtensteig. Man war mit Recht stolz auf die «Harmonie». Sowohl bei den Wettspielvorträgen als auch in der Marschmu­sik erhielten die Lichtensteiger die Höchstnote «vorzüglich».

Im September 1971 stieg in Lichtensteig ein weiterer Grossanlass. Drei Tage lang dauerte das «Städtlifest», das demjenigen von 1965 in nichts nachstand. Die starke Beteiligung der Musikgesellschaft machte 1971 zu einem der belebtesten Vereinsjahre ihrer ganzen Ge­schichte.

Ein sehr wichtiges Jahr war für die «Harmo­nie» 1976. Es begann mit einem Konzert anlässlich einer kompletten Neuinstrumentierung, nahm seine Fortsetzung mit dem «Eidgenössischen» in Biel, gipfelte im 75-Jahr-Jubiläum und wurde mit einem aussergewöhnlichen Kirchenkonzert beendet.

Ausgebaute «Fanfare»

Hinsichtlich des Eidgenössischen Musikfestes in Biel und der kompletten Neuinstrumentie­rung, gab die «Harmonie» Lichtensteig ein anspruchsvolles Unterhaltungskonzert zum Jah­resbeginn. Die «Harmonie» war erstmals als «Fanfare» zu hören. Eine Besetzung aus Frank­reich und den Benelux-Staaten mit einem Saxophonsatz vom Bariton bis Sopran, der ei­ner starken Besetzung von Flügelhörnern und Tenorhörnern gegenüber tritt.

Die Tambourengruppe der Harmonie.
Auftritt in der ersten Klasse

Am Eidgenössichen Musikfest in Biel traten die Lichtensteiger, einmalig in der Vereinsge­schichte, in der ersten Stärkeklasse zum Wett­spiel an. Die siegesgewohnten «Harmonisten» scheuten keinen Aufwand, um bestens gerüs­tet am Fest auftreten zu können. Eine gewisse Enttäuschung war aber für sie der Schlussrang am Ende des zweiten Drittels aller Teilnehmer dieser hohen Kategorie. Dies hat wohl bedeu­tet, dass die «Harmonie» Lichtensteig auch bei dieser Klasse mitreden konnte, entsprach aber nicht den sich selbst gestellten hohen An­sprüchen.

Anspruchsvolles Konzert

Im Kirchenkonzert, welches das Jahr 1977 einläutete, waren zwei aussergewöhnliche Musiker solistisch zu hören. Jakob Hefti, Solo-Hornist des Tonhalle-Orchesters Zürich und der Organist Wolfgang Sieber. Sie beide sorgten zwischen den Auftritten der «Harmonie» für Kontrast und ergänzten die anspruchsvollen Blasmusikvorträge zum grossen Konzertereig­nis.

Mit dem Tod des Dirigenten August Forrer am 22. Februar 1978 wurde ein grosses Kapitel in der Geschichte der «Harmonie» auf tragische Weise abgeschlossen.


1971 Zweite Fahnenweihe auf dem «Goldenen Boden»   ♦ 1971 Eidgenössische Musikfest in Luzern mit Höchstnoten   ♦ September 1971 «Städtlifest»   ♦ 1976 komplette Neuinstrumentierung   ♦ 1976 Eidgenössisches Musikfest in Biel in der 1. Klasse   ♦ 1978 August Forrer verstarb


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